Erste Überlegungen

Wohnraum ist ein knappes Gut in der Stadt- wie wollen wir in Zukunft wohnen ?

Wie wollen wir in Zukunft wohnen?

Seit Generationen wird das Ziel einer funktionierenden Gesellschaft über den materiellen Wohlstand-/ Besitz definiert. „Mein Haus, mein Auto, meine Frau“- das „Haben“- bestimmt unsere Träume und Ziele und definiert den Lohn unserer Arbeit. Wachstum ist nicht nur in der Wirtschaft eine stets zu verfolgende Priorität. Wachstum ist stets relativ und geht zu oft auf Kosten anderer, seien es Ressourcen oder Gesellschaften. Es ist dringend an der Zeit, diesen Trend in bewussteren Konsum zu verwandeln, denn unsere Rohstoffe und Lebensräume sind für die immer größer werdende Anzahl der Erdbewohner einfach nicht unendlich verfügbar.

Wie können wir Konzepte entwickeln, die das knappe Gut „Raum“ sozial, gesellschaftsverträglich und nachhaltig nutzen?

Raum wird besonders in den Ballungsgebieten immer knapper. So ist die Region Stuttgart mit einer Einwohnerdichte von 761 Einwohnern je Quadratkilometer im Vergleich zu anderen Regionen Deutschlands wie der Region München mit rund 530 Einwohnern je Quadratkilometer deutlich dichter besiedelt. Die Stadt ist seit Jahren bemüht, ihre Versprechen nach mehr sozialem Wohnungsbau nachzukommen, doch gibt es kaum noch bebaubare Flächen.

Wie können wir Wohnraum anpassbarer gestalten?

Individualisierungsprozesse durch demografischen Wandel und sich ändernde Lebens- und Arbeitssituationen führen in unserer vielfältiger werdenden Gesellschaft dazu, dass 42,6 Prozent der Haushalte von einzelnen Personen bewohnt werden.
Oft stehen nach dem Auszug der Kinder große Wohnflächen leer, alleinstehende Rentner*Innen können die Treppen ihrer Wohnung plötzlich nicht mehr nutzen, der Nachwuchs benötigt ein Kinderzimmer, der Homeoffice- Arbeitsplatz sollte in einem abgeschlossenen Arbeitszimmer unterkommen- kurzum: unterschiedliche Lebenssituationen erfordern flexiblere Wohnmodelle.

Wie könnte man die genutzte Wohnfläche je nach Anlass vergrößern oder verkleinern?

Wir möchten das gerne herausfinden und mit unseren Gedanken dazu in den Diskurs gehen, sie weiterentwickeln und im Austausch mit Architekt*Innen, Stadtplaner*Innen, Künstler*Innen und Ingenieur*Innen einen realisierbaren Vorschlag zu diesen Fragen entwickeln.

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