Projekt Zauberwürfel

Mit „Zauberwürfel“ möchten wir im Rahmen der IBA (Internationale Bauaustellung 2027) ein gemeinschaftliches Bau- und Wohnkonzept in Stuttgart verwirklichen. In den letzten Jahren sind viele Baugemeinschaften und Wohnprojekte entstanden, auch die Stadt Stuttgart hat vermehrt Projekte unterstützt, die mit gemeinschaftlichem Wohnen neue Bauvorhaben entwickeln. Wir möchten mit dem Zauberwürfel ein weiteres Konzept verwirklichen, in dem wir uns Fragen zu Nachhaltigkeit, gemeinschaftlichem Wohnen und sozialem Miteinander stellen und versuchen „Wohnen“ weiterzudenken.

Wieso Zauberwürfel?

Unser Name „Zauberwürfel“ stammt aus der Idee heraus, flexible Wohnsituationen zu erschaffen, da sich Lebenssituationen heute häufig ändern und es schön wäre, wenn die eigene Wohnung je nach Bedarf „mitwachsen“ oder „schrumpfen“ könnte.

Wenn Wohnungen nicht als „Eigentum“ betrachtet werden, können sie auch untereinander getauscht werden, wenn sich Lebenssituationen einzelner Bewohner verändern. Außerdem sieht unser Konzept vor, dass durch einfache Grundrisse und flexible Wände die Grundfläche einzelner Wohnflächen ohne große Mühe verändert werden können (= wie die Wände beim Zauberwürfel).

Das bedeutet auch, dass Wohnungen grundsätzlich so gebaut sind, dass sie für alle erreichbar und gut begehbar sind, egal in welchem Alter ein Bewohner ist. Ein Stichwort dazu lautet auch „Design für alle“.
Das Gebäude soll mit nachhaltigen Rohstoffen entstehen, Gemeinschaftsflächen (Großküche, Werkstatt, Kulturveranstaltungsraum,…) mit Geräten in guter Qualität ausgestattet werden, Reparieren, Teilen & Tauschen sind prioritäre Ziele der Gemeinschaft.

Wie groß sind diese „Zauberwürfel“-Wohnungen?

Unser Konzept für eine Wohnung sieht vor, kleine„Individualflächen“ und großen Gemeinschaftsflächen zu kombinieren. Wir haben uns lange mit der Frage beschäftigt, mit wie viel Raum wir als Minimum auskommen können und haben uns auf eine Grundfläche von ca. 35 qm geeinigt. Diese wird ergänzt durch die Gemeinschaftsflächen, wie z.B. eine große Gemeinschaftsküche, einen Gruppen-/Veranstaltungsraum, eine Werkstatt etc.

Kann man die Wohnungen mieten oder kaufen?
Unsere Eigentumsstrukturen sollen nicht spekulativ sein, sondern eine langfristige Bezahlbarkeit für die Bewohner sichern. Die Wohnflächen werden daher nach Möglichkeit kein „privates Eigentum“ und sind nicht zu Marktpreisen wieder veräußerbar, sondern werden in Form einer Genossenschaft oder eines Mietshäusersyndikats vergesellschaftet.

Wie soll das Gebäude aussehen?

Begrünte Fassaden, Dachgärten, Solar- und nachhaltige Energiekonzepte sind weitere Ziele um den Zauberwürfel funktionsfähig zu machen und den Gedanken der Nachhaltigkeit langfristig zu sichern.

So sehen die Dachgärten in einem Projekt (Berlin Spreefeld) aus, das wir besucht haben und das uns sehr gut gefällt -aber vielleicht geht ja sogar noch mehr Fassadenbegrünung?

Außerdem eint uns ein kulturelles Interesse, weshalb wir uns gut die kulturelle Nutzung eines Gemeinschaftsraumes vorstellen können.

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